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Blog - Schlumpfenhausen

"Schlumpfenhausen – klein, blau, wunderbar verrückt!"

Kurz: Warum es hier in letzter Zeit so still war

rené wehde

Beitrag von PapaSchlumpfig

===>“Lies, bitte immer das was ich meine, – nicht – das was ich schreibe.“ <===


Es gibt diese Momente, in denen man selbst über die eigene Stille stolpert. Man schaut auf den Kalender, auf die letzten Einträge, auf das Datum des letzten Textes – und plötzlich fühlt sich diese Leere lauter an als jedes Wort. Genau so ging es mir, als ich merkte, wie viel Zeit vergangen ist, ohne dass ich mich gemeldet habe. Nicht, weil mir nichts mehr zu sagen wäre. Sondern weil das Leben mir in den letzten Wochen ziemlich deutlich gezeigt hat, wie fragil alles manchmal ist.

Wenn der Körper leise wird – und der Kopf laut

Es fing schleichend an. Kein großer Knall, kein dramatischer Wendepunkt. Eher dieses vertraute, unangenehme Ziehen im Inneren, das ich leider schon kenne. Psychische Probleme, von denen ich dachte, ich hätte sie ganz gut im Griff, klopften wieder an. Nicht höflich. Eher hartnäckig. Gedanken, die schwerer wurden. Tage, an denen selbst einfache Dinge plötzlich unglaublich viel Kraft gekostet haben.

Vielleicht kennst du das ja: Man funktioniert noch irgendwie, aber innerlich fühlt es sich an, als würde man durch zähen Nebel laufen. Schreiben, kreativ sein, nach außen sichtbar sein – all das rutscht dann automatisch nach hinten. Nicht aus Faulheit, sondern aus Selbstschutz.

Technik, Timing und das berühmte „Jetzt auch noch das“

Als wäre das nicht genug gewesen, kam dann auch noch der Webhoster-Wechsel. Eigentlich eine rationale, nüchterne Entscheidung. In der Realität: Chaos. Seiten nicht erreichbar, Daten verschwunden, Support-Tickets ohne Antworten. Dieses Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, während man innerlich ohnehin schon wackelig steht, ist… sagen wir: eine Herausforderung.

Es gab Tage, an denen ich gedacht habe: Ernsthaft? Muss das jetzt auch noch sein? Und genau da habe ich gemerkt, wie dünn meine Reserven gerade wirklich sind. Dinge, die mich sonst „nur“ nerven, haben plötzlich ein Gewicht bekommen, das mich regelrecht runtergezogen hat.

Rückzug ist nicht gleich Aufgeben

Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Zeit war für mich: Still sein bedeutet nicht verschwunden sein. Es bedeutet manchmal einfach, dass man nach innen hört. Dass man Kräfte sammelt, auch wenn es von außen wie Stillstand aussieht.

Ich habe mir erlaubt, langsamer zu werden. Nicht alles sofort zu reparieren. Nicht jede Erwartung zu erfüllen – auch meine eigenen nicht. Und ja, das fühlt sich manchmal wie Versagen an. Aber immer öfter erkenne ich darin etwas anderes: Ehrlichkeit mir selbst gegenüber.

Kleine Aha-Momente zwischen all dem Durcheinander

Mitten in dieser Phase gab es einen Moment, der mir hängen geblieben ist. Ich saß spät abends am Rechner, wollte „nur kurz“ etwas prüfen, und habe dann einfach aufgehört. Bildschirm aus. Licht aus. Schlafen. Früher hätte ich mich dafür verurteilt. Diesmal nicht. Diesmal war es ein leises Aha: Ich darf mich wichtiger nehmen als To-do-Listen und Problemlösungen.

Und genau das war vielleicht der Wendepunkt. Nicht alles ist gelöst, nicht alles ist leicht. Aber ich bin wieder hier. Schritt für Schritt.

Ein leises, aber ehrliches Fazit

Diese Stille hatte Gründe. Sie war kein Desinteresse, sondern ein Zeichen dafür, dass gerade anderes wichtiger war: Gesundheit, Stabilität, innere Ordnung. Manchmal braucht es diese Pausen, um nicht komplett den Kontakt zu sich selbst zu verlieren.

Danke, wenn du bis hier gelesen hast. Danke für dein Verständnis, auch wenn du nichts davon wusstest. Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Zeit: Es ist okay, still zu werden – solange man den Mut behält, irgendwann wieder die eigene Stimme zu erheben.

Denn manchmal beginnt genau dort, wo alles leise wird, der ehrlichste Teil der Geschichte.

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