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Blog - Schlumpfenhausen

"Schlumpfenhausen – klein, blau, wunderbar verrückt!"

Irgendwie durch den Nebel navigieren

rené wehde

Beitrag von PapaSchlumpfig

===>“Lies, bitte immer das was ich meine, – nicht – das was ich schreibe.“ <===

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Über Müdigkeit, Leere und die stille Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Ich weiß gar nicht genau, wie ich hier anfangen soll. Eigentlich wollte ich heute etwas ganz anderes schreiben – irgendetwas Leichtes, Nettes, vielleicht eine kleine Empfehlung oder ein paar Gedanken über den anstehenden Frühling. Aber dann saß ich da, der Cursor blinkte, und mir wurde klar: Ich kann gerade nicht so tun, als wäre alles in Ordnung. Also schreibe ich das hier stattdessen. Ehrlich. Ungeschönt.

Es fällt mir gerade wieder alles sehr schwer. Nicht auf eine dramatische, alles-bricht-zusammen-Art – eher so, wie wenn man versucht, durch zähen Nebel zu laufen. Man kommt zwar irgendwie voran, irgendwie, aber jeder Schritt kostet mehr als er sollte. Und am Ende des Tages frag ich mich, wo die Zeit geblieben ist.

Konzentration ist gerade aktuell wieder so ein Fremdwort für mich. Ich setze mich hin, will etwas lesen, schreiben, machen – und nach fünf Minuten ist mein Kopf schon woanders, schwer oder leer.

Das nervt mich ehrlich gesagt gerade wieder etwas mehr als alles andere. Ich bin eigentlich jemand, der nicht einfach so abschaltet oder sich keine Mühe gibt. Aber im Moment… da ist diese Erschöpfung, die einfach bleibt. Nicht die gute Müdigkeit – sondern diese dumpfe, klebrige Art von Müde, die schon morgens da ist, bevor der Tag überhaupt angefangen hat.

Und dann ist da noch die Lustlosigkeit. Dinge, die mir früher Freude gemacht haben, wirken gerade irgendwie weit weg. Als würden sie hinter einer Glasscheibe liegen – ich sehe sie noch, aber der Zugang fehlt. Ich gehe trotzdem durch die Bewegungen, weil ich weiß, dass es wichtig ist. Aber das Leuchten, das dabei sein sollte? Das ist gerade einfach nicht da.

Das Komischste ist vielleicht das mit dem Essen. Wenn mich niemand daran erinnert – ich würde es glatt vergessen. Nicht weil ich eine ausgeklügelte Diät mache oder weil ich keinen Hunger hätte, sondern weil mein Kopf es schlicht nicht auf dem Schirm hat. Es ist nicht das erste Mal, dass mir das passiert, und ich weiß, dass es ein Zeichen ist. Ein Zeichen, dass ich gerade mal wieder nicht ganz bei mir bin. Solche Phasen habe ich ich immer wieder einmal und gehören einfach zu meinem Krankheitsbild, doch in letzter Zeit werden diese immer häufiger und unangenehmer.

Ich hoffe, dass es wieder nur eine Phase ist. Ich glaube daran, weil ich es bisher immer irgendwie überlebt & überstanden habe.

Das klingt vielleicht seltsam formuliert – „überlebt“ für eine Phase von Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Aber wer das kennt, versteht, was ich meine. Es ist nicht immer laut. Manchmal ist es genau diese leise, anhaltende Schwere, die einen zermürbt. Und trotzdem: Ich habe diese Phasen wie diese schon hinter mir gelassen. Es wurde besser, auch Dank der unermüdlichen Unterstützung meiner Frau. Das weiß ich.

Ich schreibe das hier nicht, um Mitleid zu bekommen oder um jemandem Angst zu machen. Ich schreibe es, weil ich glaube, dass es (für mich selbst) wichtig ist, ehrlich zu sein. Weil zu viele Menschen durch genau so etwas durchgehen, in Stille, und denken, es wäre irgendwie ihre Schuld oder ihre Schwäche. Ist es nicht.

Manchmal ist man einfach nicht in Bestform. Manchmal braucht man mehr als sonst. Und manchmal ist der mutigste Schritt nicht der, weiterzumachen als wäre nichts – sondern hinzuschreiben: Es ist gerade schwer. Und ich hoffe, dass es bald wieder leichter wird.

Bis dahin – einen Schritt nach dem anderen. 🌿

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