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Grobe Bratwurst – ein Klassiker für jeden Grillmeister

Selbstgemachte Bratwürste sind etwas ganz Besonderes: Man weiß genau, was drin steckt, kann mit den Gewürzen spielen und den Geschmack ganz nach dem eigenen Vorlieben abstimmen. Ob beim Grillabend mit Freunden, auf einem Fest oder einfach für den Vorrat im Gefrierfach 👍 – eine grobe Bratwurst nach eigener Rezeptur macht richtig Eindruck und schmeckt oft sogar besser als vom Metzger. Mit ein wenig Vorbereitung, guten Zutaten und der richtigen Technik gelingt dir zu Hause eine echte Traditionswurst.

Rezept: Grobe Bratwurst (ca. 5 kg)

Zutaten

  • 3,5 kg Schweineschulter (durchwachsen, für Saftigkeit)
  • 1,0 kg Schweinebauch (für Fett und Bindung)
  • 0,5 kg Rindfleisch (z. B. Rinderbrust oder Bug, sorgt für herzhaften Geschmack)

Gewürze & Zutaten (für 5 kg Masse)

  • 100 g Salz (Speisesalz mit 0,6 % Natriumnitrit)ca. 18 g pro kg)
  • 10 g schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
  • 10 g weißer Pfeffer, fein gemahlen
  • 10 g Majoran, getrocknet (klassisch für Bratwürste)
  • 7 g Muskatblüte (Macis) oder Muskatnuss, frisch gerieben
  • 5 g Kümmel
  • 3 g Piment, gemahlen
  • 5 g Paprikapulver edelsüß (optional, für eine leichte Färbung)
  • 3–4 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
  • ca. 500 ml sehr kaltes Wasser oder Eiswürfel (für Bindung und Saftigkeit)

Därme


Geräte

  • Fleischwolf mit grober Scheibe (8-10 mm)
  • Wurstfüllhorn oder eine Wurstfüllmaschine (benutzen wir)
  • Küchenwaage
  • Große Schüssel

Zubereitung

Vorbereitung: Das Fleisch sollte sehr kalt sein, am besten direkt aus dem Kühlschrank. Das hilft, die Bindung zu verbessern und das Fett nicht zu schmelzen. Schneide den Schweinebauch und den Schweinenacken in etwa 2-3 cm große Stücke, die gut in den Fleischwolf passen.

Wolfen: Gib die Fleischstücke durch den Fleischwolf mit der groben Scheibe. Es ist wichtig, das Fleisch nicht zu fein zu zerkleinern, um die typisch grobe Textur der Bratwurst zu erhalten. Wer die Konsistenz dennoch etwas feiner mag, kann einen Teil durch die mittlere Scheibe (4,5 mm) drehen.

Würzen: Gib das gewolfte Fleisch in eine große Schüssel. Füge nun alle Gewürze (Pökelsalz, Pfeffer, Majoran, Kümmel, Muskatnuss, Paprikapulver) und das kalte Eiswasser hinzu. Das Eiswasser ist entscheidend für eine gute Bindung, da es die Temperatur niedrig hält.

Kneten: Mische alles kräftig mit den Händen durch, bis eine bindige Masse entsteht. Knete die Masse für etwa 5-10 Minuten. Die Masse sollte klebrig werden und eine gute Bindung aufweisen.

Füllen: Ziehe den gewässerten und gespülten Bratwurstdarm auf das Füllhorn. Drücke die Wurstmasse langsam und gleichmäßig in den Darm, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Die Wurst sollte prall, aber nicht zu fest gefüllt sein, da sie sonst beim Braten platzen kann.

Abdrehen: Drehe die gefüllte Wurst in gleichmäßige Portionen ab, indem du sie mit Daumen und Zeigefinger an den gewünschten Stellen eindrehst. Drehe dabei abwechselnd nach links und rechts, um die Würste zu verschließen.

Nützliche Tipps für die Zubereitung

  • Fleisch & Fett kalt halten:
    Beim Wolfen und Mischen sollte das Fleisch möglichst kühl sein. Am besten kurz anfrieren, dann lässt es sich besser verarbeiten und die Bindung wird schöner.
  • Gewürze abwiegen:
    Kleine Abweichungen können den Geschmack stark verändern – gerade bei Salz und Pfeffer lohnt sich das exakte Abmessen.
  • Bindung prüfen:
    Wenn die Masse beim Kneten leicht an der Hand „klebt“, ist sie gut gebunden und die Bratwurst wird beim Braten nicht bröckelig.
  • Probewurst braten:
    Bevor du die gesamte Masse in Därme füllst, brate ein kleines Stück in der Pfanne an. So kannst du abschmecken und notfalls noch etwas nachwürzen.
  • Därme richtig spülen:
    Vor dem Befüllen die Därme mindestens 30 Minuten in lauwarmem Wasser wässern und innen gründlich durchspülen. Das macht sie geschmeidig und verhindert, dass sie beim Füllen reißen.
  • Ruhen lassen:
    Nach dem Füllen die Würste ein paar Stunden kühl lagern. So können sich die Aromen setzen, und die Bratwurst wird geschmacklich runder.

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