
Beitrag von PapaSchlumpfig
===>“Lies, bitte immer das was ich meine, – nicht – das was ich schreibe.“ <===
Neben dem betreiben dieses Blogs und der Fotografie mag ich auch das BBQ und die Technik. Zudem bin ich ein reisender im Cyberspace, Kaffeesüchtig, Serien & Filmjunkie, schüchtern und kämpfe täglich gegen das Chaos in meinem Kopf an.
Manchmal gibt es diese Tage, an denen man eigentlich nur eine „kleine Sache“ am eigenen Blog verbessern möchte – und am Ende vor einem riesigen Berg aus technischen Fragezeichen und juristischer Panik steht. Genau so ein Tag war gestern bei mir. 🙁
Eigentlich wollte ich mich endlich mal vernünftig um meine Website-Statistiken kümmern. Das Ziel: Weg von den großen Datenkraken, hin zu einer sauberen, datenschutzfreundlichen Lösung. Die Wahl fiel schnell auf Matomo. (kannst du hier nachlesen) Wenn man sich umhört, wird das ja überall als die DSGVO-konforme Alternative angepriesen. Also dachte ich mir: Ärmel hochkrempeln und los geht’s.
Die Matomo-Mission (und wie sie grandios scheiterte)
Was soll ich sagen? Mein Enthusiasmus hielt nicht lange an. Ich bin ehrlich zu euch (und auch zu mir selbst): Ich bin an den technischen Hürden schlichtweg gescheitert. Tracking-Codes sind da, und plötzlich tausend Einstellungen, bei denen ich einfach nicht mehr durchgeblickt habe.
Dazu kam dann noch das viel größere Problem: mein fehlendes Wissen rund um die absolute DSGVO-Konformität. Selbst wenn ich die Installation technisch einwandfrei – jedenfalls mehr- oder weniger – hinbekommen hätte – woher weiß ich denn, dass ich alle Häkchen richtig gesetzt habe, damit alles zu 100 % rechtssicher ist? Diese Unsicherheit hat mir den Rest gegeben. Projekt Matomo ist also vorerst auf Eis gelegt.
Die bittere Erkenntnis: Mein geliebtes Jetpack
Während ich da gestern so frustriert in meinem WordPress-Dashboard wühlte, das Cookie Plugin, die datenschutzerklärung überarbeitete – fiel mein Blick auf ein Plugin, das bei mir schon fast zum Inventar gehörte: Jetpack.
Hand aufs Herz, ich mochte Jetpack wirklich sehr. Es war für mich wie das Schweizer Taschenmesser für WordPress. Es hat einfach so unfassbar viele nützliche Funktionen in einem einzigen, bequemen Plugin untergebracht. Egal ob Statistiken, Sicherheit oder Performance – Jetpack hat sich um alles gekümmert. Es war bequem. Zu bequem, wie sich herausstellte.
Nach meinem gescheiterten Matomo-Abenteuer habe ich aus einer Laune heraus mal angefangen, zu Jetpack und dem deutschen Datenschutz zu recherchieren. Was ich da gelesen habe, hat mir wirklich den Magen umgedreht. Laut unzähligen Artikeln und Expertenmeinungen ist Jetpack in seiner Standardform hier in Deutschland schlichtweg nicht DSGVO-konform. Daten, die fröhlich in die USA wandern, Tracking ohne wirkliche Zustimmung… ein absoluter Albtraum für jeden Website-Betreiber – zumindest für mich.
Die Reißleine und die Angst vor der Abmahnung
Meine Reaktion? Ich habe Jetpack sofort deaktiviert und restlos deinstalliert. Da mache ich keine Kompromisse mehr.
Warum ich so radikal reagiere? Ganz einfach: Ich habe absolut keine Lust, mir eine teure Abmahnung von irgendeinem dubiosen Anwalt einzufangen, der das Internet automatisiert nach kleinen privaten Blogs durchsucht, um schnelles Geld zu machen.
Es ist doch leider immer wieder dasselbe Lied: Am Ende trifft es eh immer die Kleinen. Diejenigen, die keine eigene Rechtsabteilung im Rücken haben und sich gegen diese Abmahnwellen einfach nicht wehren können.
Ich schreibe diesen Blog aus Leidenschaft und nicht, um meine Ersparnisse an Abmahnanwälte zu verfüttern.
Mein Blog ist jetzt vielleicht um ein paar Funktionen ärmer, aber ich kann nachts wieder etwas ruhiger schlafen. Wie es jetzt in Sachen DSGVO, Plugins und Statistiken bei mir weitergeht? Das muss ich selbst erst noch herausfinden. Stand heute, denke ich bin ich mit der aktuellen Konfiguration der Einbindung des Cookie Banners sowie auch der Datenschutzerklärung auf der sichern Seite.
Ein weiterer Artikel zu diesem Thema ist bereits in Arbeit… bleibt also dran.